Hoch interessantes und für die meisten Lehrkräfte teilweise bisher absolut unbekanntes Wissen vermittelte der ausgebildete Geopark-Führer und Kollege Ernst Hopf bei einer heimatkundlichen Führung über die Nördlinger Marienhöhe. Die erste Stunde gehörte der Geologie des Rieses, dem wohl best erforschten Meteoritenkrater der Erde. Typisch rieserisch sind die Gesteine der bunten Breccie (Meyers Keller), des Suevit (Alte Bürg) und der Süßwasserkalkklötze (Wallersteiner Felsen und Hexenfelsen). Doch gerade der mächtige Klotz auf der Marienhöhe erlangte im Mittelalter unrühmliche historische Bedeutung, war hier doch der Richtplatz der freien Reichstadt mit Galgen und Verbrennungsstätte. Hier wurden zwischen 1589 und 1598 34 Frauen und ein Mann verbrannt. Erst die standhafte Maria Holl habe den Hexenwahn in Nördlingen überwunden. Herbert Dettweiler als Vertreter der BLLV-Vorstandschaft dankte dem Kollegen Hopf für die abwechslungsreiche und intensive Führung mit einem kleinen Buchgeschenk.






